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Lebenslust

Nachdem letzten Eintrag muss ich sagen, es hat sich mal wieder als Reinfall herausgestellt. Aber zumindest sehr schnell und damit weniger schmerzhaft! Außerdem "wenn sich eine Tür schließt öffnet sich die nächste", indem Fall hat sich einiges geöffnet. Erst war ich natürlich schon geplättet von der nächsten Enttäuschung, und ich war auch eine kurze Zeit traurig aber irgendwie habe ich dadurch auch nur noch mehr Motivation gewonnen. Motivation mich besser mit mir selber zu arrangieren, mich weiter zu entwickeln und mich zu schätzen. In der letzten Woche hatte ich unglaublich viele schöne, lustige und bereichernde Ereignisse die ich ganz kurz festhalten möchte um sie nicht zu vergessen. 1. Hatte ich unglaublich lange intensive Gespräche mit Camilla, meiner Mitbewohnerin und Joana (meiner Nachbarin) die mich echt überrascht haben und mich auf neue Erkenntnisse gebracht haben2. Kindliche Melancholische Ideen mit Camilla, - wir spielen unseren anderen Mitbewohnern Streiche - wir haben eine riesen Höhle gebaut und darin übernachtet 3. Freundschaftliche Komplimente, Ich glaube da gab es unglaublich viele diese Woche aber das beste war von Dorian der mir einen Brief heimlich in mein Notizbuch geschmuggelt hat mit unglaublich schönen Worten 4. Widergewonnene Kreativität , Ich habe endlich wieder gemalt, Briefe geschrieben und gelesen &Ich komme auf gute Ideen5. Ich habe mich in die Musik von Eliott Smith verliebt. So ich denke das reicht um mir irgendwann auf die Sprünge zu helfen
19.11.17 21:01


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Bindungsangst

Mein letzter Eintrag war einer Person gewidmet die ich vor ungefähr 4 Wochen kennenlernen durfte. Ich war etwas geplättet davon wie schön der Abend verlief, und auch danach entwickelte sich eine Dynamik die ich jetzt schon wieder vermisse. Nach dem besagtem Augenblick schrieben wir weiter und trafen uns. Das erste "Date" verlief ebenfalls unbeschreiblich gut. Wir guckten den ganzen Abend Musicals, tranken etwas Wein, kochten gemeinsam und kuschelten uns Abends gemütlich aneinander. Eine Woche darauf sahen wir uns schon wieder, und es verlief ähnlich. Schon an diesem Zeitpunkt fragte er mich ob sich daraus etwas ernsthaftes entwickeln könnte, ich verneinte es nicht, aber es machte mich unsicher wie schnell das alles verlief. Ich habe noch nie eine gesunde Beziehung geführt, von Ihm weiß ich nur das er zuvor eine langfristige Beziehung die über 6 Jahre dauerte hatte. Ich schreckte danach etwas zurück, meldete mich weniger und führte Gespräche mit Freundinnen in denen ich meine Angst äußerte mich auf etwas neues einzulassen. Dennoch wusste ich auch das ich so eine Person nicht fallen lassen wollte und traf ihn dennoch weiterhin. Ich merke momentan das es nun doch beginnt das ich Gefühle für Ihn bekomme. Aber genau das ist momentan auch der Zeitpunkt in dem sich etwas geändert hat. Nach dem letzten Abend der erst 3 Tage zurück liegt meldet er sich spärlich. Wenn ich mich frage was ich falsch gemacht habe, finde ich leider auch direkt eine Antwort. Ich befinde mich momentan in einer Phase in der ich viele neue Leute kennenlerne. Und ich gehe oft am Wochenende weg und konsumiere. Ich denke das hat er mitbekommen, und das ist wahrscheinlich etwas mit dem er nicht gerechnet hat. Ich probiere mich momentan nämlich wirklich aus, und vielleicht glänze ich etwas zu sehr mit Ehrlichkeit... die wohl auch erschreckend sein kann. Jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop und habe ein unbeschreibliches Rede-Bedürfnis. Meine Emotionen kochen über, weil ich das Wochenende wieder einmal vollkommen übertrieben habe und ich schaffe es nicht Herr der Lage zu werden. Ich hoffe das ich mir damit nicht die Chance auf einen tollen Menschen versaut habe, der anscheinend jetzt schon das Interesse an mir verloren hat...
30.10.17 16:49


eine schöne Begegnung

Momentan weiß ich ja eigentlich gar nicht so recht was ich tue (So wie wahrscheinlich jeder andere auch), also entwickelte sich aus meiner Wochenendplanung einmal mehr ein Abend an dem viel zu viel Alkohol konsumiert wurde. Oder doch die perfekte Menge, wie man es eben nimmt. Gestern trafen sich um die Zehn Leute an unserem Küchentisch. Es wurden Trinkspiele gespielt und ausgelassen gequatscht und rumgeblödelt. An sich ein unbestritten lustiger Abend. Irgendwann verlief sich alles und wir gingen nach Mainz. Geplant war der Besuch eines kleinen Szene Pub's. Daraus wurde allerdings eine kleine Kneipentour bis hin zum "Schonschön". Ich weiß nicht ob man es einen Club nennen kann, aber ich denke das beschreibt am besten was es versucht zu sein. Aufjedenfall tanzten wir, zu dem Zeitpunkt hatten wir uns in eine kleinere Gruppe verwandelt. Und es entwickelte sich so das ich mit Stefan den ganzen Abend tanzte. Nicht irgendwie eng oder touchy, stattdessen wirbelte er mich herum und zwischendurch küsste er mal meinen Kopf (falls man sich beim lesen wundert, er ist mindestens 2Meter groß... ich hingegen um die 1.63m) es war eine entspannte Stimmung und ich fühlte mich wohl. Gegen 4Uhr mussten wir dann allerdings auch mal die Tanzfläche räumen, ich kam aus dem Gähnen gar nicht mehr raus und wollte nur noch ins Bett um mich in 2 Decken einzukuscheln und zu schlafen. Also lief Joana mit Jannis, und ich vorne mit Stefan. Eigentlich haben wir uns nicht viel unterhalten, ich denke wir mochten uns einfach so. Irgendwann nahm er meine Hand und wir liefen Händchenhaltend weiter den Weg entlang. An der Haltestelle angekommen hockten wir uns auf den Bordstein und ich hatte keine Kraft mehr. Also lehnte ich meinen Kopf an ihn und wartete bis der Rest kam. Als wir den Bus ankommen sahen, drehte sich Stefan zu mir und fragte mich ob er mich küssen dürfte. Die Antwort kann man sich schon denken. Im Nachhinein betrachtet wäre es vielleicht besser gewesen, wäre ich nüchtern gewesen... Aber daran ist ja nichts mehr zu ändern. Irgendwie war der Moment trotzdem unglaublich schön. Auf einmal hörte ich den Bus an mir vorbei fahren und schreckte auf. Der Bus bremste wieder ab und öffnete noch einmal seine Türen. Ziemlich unangenehm, weil eindeutig jeder den Kuss beobachtet hatte. Ich weiß auch noch das mir die Hitze in den Kopf stieg, als ich den Bus betrat. Naja, dann war es auch schon vorbei und jetzt haben wir einen Tag später. Eine sehr schöne Begegnung.
7.10.17 17:02


Warten bis sich die nächste Tür öffnet

Das Leben ist schon vergleichbar mit einem Rausch. Unsere Lebenszeit ist ein winziger Bruchteil der Zeit die die Menschen diese Erde unter Beschlag genommen haben. Wenn ich so lese was ich vor nicht allzu langer Zeit geschrieben habe, merke ich schon wie alles im Wandel ist. In der Zwischenzeit bin ich ausgezogen, immer noch in derselben Stadt, allerdings mit 6 weiteren Personen in einer Wohngemeinschaft. Für diese Menschen empfinde ich eindeutig Hass und Liebe in einem. Ich bin unglaublich dankbar für die Erfahrungen die ich hier sammeln darf, für die neuen Eindrücke und dafür das immer jemand da ist. Momentan bemühe Ich mich allerdings auch zu Ruhe zu kommen und meine Zeit für mich selber zu finden. Irgendwie ist es schwierig sich weiter zu entwickeln. Ich nehme mir so vieles vor, letztendlich arbeite ich den Großteil der Woche und die Zeit die übrig bleibt nutze ich zur Entspannung. Bücher fange ich an, bringe sie nicht zu Ende. Ich versuche zu malen, aber ich gebe es wieder auf. Ich bemühe mich um eine gute Ernährung, aber ich brauche Kaffee und Schokolade. Alles in allem bleibe ich die Person die ich bin, chaotisch und belastet mit Stimmungsschwankungen. Es ist das erste Mal seit langen das ich alleine bin und ich komme mir gerade etwas seltsam vor, es fällt mir schwer Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich hatte auch eine kurzzeitige Beziehung von 3 Monaten. Er hat mich wieder aufgebaut, und ich habe mich von der Altlast erholt. Schwer zu sagen wie ich es gerade wegstecke. Eines Tages wurde es seltsam und wir trafen uns auf einem Feld. Ich wusste schon das es zu Ende war, aber es war das erste Mal das ich diejenige war mit der "Schluss" gemacht wurde, und das Ohne langes Hin und her. Es ist auch das erste Mal das ich nicht versuche mich abzulenken. Naja die ersten paar Monate habe ich es schon geschafft. Aber jetzt sitze ich gefühlt auf einem riesigen Haufen verbrannter Asche. Ich bin eigentlich glücklich, aber ich kann es noch nicht so richtig zu lassen. Eigentlich wollte ich so viel schreiben, aber jetzt gerade fühle ich mich doch nicht bereit dazu
29.9.17 23:20


Kehrtwendung

Ewig her das ich Lust dazu hatte einen Blogeintrag zu schreiben, aber dafür ein viel intensiveres Gefühl sich mal wieder richtig schön auskotzen zu wollen. Ich bin stolz meinen letzten Eintrag zu lesen und zu wissen das ich es geschafft habe. Ich weiß nicht wie ich den Kreis durchbrochen habe, oder was sich verändert hatte und warum ich dieses eine Mal dazu bereit war zu gehen aber ich habe es geschafft. Leider mit einem unschönen Ende, mehr als das. Nachdem sich die Beziehung erledigt hatte, verschwand er für ein paar Tage. Durch die Drogen ist er psychotisch geworden, in Köln wurde er dann nach 5-6 Tagen aufgegriffen. Eine kurze Zeit, die aber sehr prägend war. Alle dachten ich hätte ein schlechtes Gewissen weil ich ihn verlassen hatte, aber nein ich wusste schon das ich mir in dem Fall nichts vorzuwerfen habe. Aber viel schlimmer, ich machte mir Sorgen. Nach dem letzten Eintrag war es ja leider nicht schlagartig vorbei, es quälte mich noch eine ganze Weile und ich fing immer mehr an mich verantwortlich zu fühlen. Was sich bis heute noch durchzieht. Keiner in meinem Umfeld weiß das ich ihn noch 3 mal besucht habe in den letzten Wochen, und das ich ihm meine Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Therapie angeboten habe. Auch nicht das ich mich ab und zu vergewissere wie es ihm geht, oder das ich  bei den Besuchen kleine Geschenke wie Bücher etc. mitgebracht habe. Immer wenn ich Ihn gesehen habe, kam eigentlich die Wut in mir hoch weil er genauso redete wie zuvor. Unvernüftig, unfair, egoistisch. Bloß mit dem Unterschied das er in dem Fall der war dem es richtig mies ging. Es ist eine Abhängigkeit. Vielleicht ein Helfersyndrom. Ich muss aufjedenfall damit abschließen. Ansonsten schwankt mein Leben zwischen gut und böse, irgendwo so mittendrin. Ich war aufjedenfall öfter feiern, aber gleichzeitig habe ich aufgehört zu kiffen und ich trinke weniger. Ich war auch öfters im Theater, habe viel Zeit mit meinen Freunden verbracht, gehe regelmäßig schwimmen, habe aufgehört Fleisch zu essen. Außerdem überlege ich wegzuziehen. Und ich würde gerne neue Leute kennenlernen. Irgendwie zu viele Sachen für meinen kleinen Kopf, deswegen kürze ich das jetzt auch ab. Hat gut getan ein bisschen loszuwerden. Momentan habe ich das Gefühl das es schwer ist seine Gedanken in Worte zu fassen, aber noch schwerer jemanden zu finden mit dem man überhaupt gut reden kann. Dem man sich anvertrauen will.
13.11.16 18:29


An all die, die keine Ahnung haben was sie eigentlich tun

Ich denke, oder ich eher ich hoffe zu wissen das einige unter euch da draußen sind. Jeder kommt ja irgendwann in die so genannte Selbstfindungs-Phase.Das früher oder später. Wenn man sich das erste Mal ernsthafte Gedanken darüber macht wie eigentlich der eigene Charakter sich geformt und gebildet hat, wozu man diese Welt bevölkert, was der eigene Stand in der Gesellschaft ist, Schwarz und weiß, was ist wichtig und was nicht. Für meinen Teil habe ich momentan große Angst. Aber das wirklich schlimme daran ist nicht meine Angst, sondern der Druck. Das sich ätzend einschleichende Gefühl irgendwem oder irgendwas gefallen zu müssen, sich selber erklären zu wollen warum man dies und jenes nicht geschafft hat. Erklären warum man den Weg geht, den man eben geht, obwohl man selber keine Ahnung davon hat. Und dann gibt es diese nach außenscheinend super bodenständigen Menschen. Die einem vermitteln nicht mehr Wert als ein quersteckender Furz in der Landschaft zu sein. Die einem zeigen wie es für sie "richtig" läuft und einem dann das Gefühl geben unsicher zu sein. Momentan habe ich das Gefühl genau das bis eben beschriebene deckt den Großteil der Menschheit ab. So viele um mich herum passen sich dem an was normal (relativ) ist, und ich selber tue das auch. Heute ist mir bewusst geworden wie sich diese Gedanken in mir festgesetzt haben. Ich bin jetzt 21 Jahre alt und fühle mich zu ALT um raus zu gehen und einfach meine Arbeit zu schmeißen, zu verreisen und das zutun wonach mir der Kopf steht. Ich schäme mich zu anderen zusagen das ich das Fachabi und die Sozialassistenten Ausbildungen geschmissen habe weil mich zu der Zeit wohl eher Partys und Freunde interessiert haben. Ich schäme mich dafür das ich keine Nachrichten gucke, kein Instrument spiele, kein ausgeprägtes Talent besitze. Ich schäme mich das ich keine andere Sprache außer Englisch und Deutsch spreche. Ich schäme mich das ich einen Realschulabschluss habe. Ich schäme mich das ich für andere nichts erreicht habe, von außen betrachtet. Ich schäme mich für einiges und ich weiß nicht ob sich das je ändern wird, aber wenigstens HEUTE habe ich erkannt das ich mich eigentlich nur schäme weil ich selber Angst davor habe nicht akzeptiert zu werden. Weil alle irgendein Bild im Kopf haben. Und mittlerweile ist das einzige was ich dazu lerne, das Leute die andere haben wollen wie sie es gerne hätte die größten Marionetten der Welt sind. Imitationen von anderen, aber nichts daran ist so besonders. Nein, heute schäme ich mich nur weil die Welt ist wie sie eben ist
3.2.17 23:32


Abschied

Es ist schwer zusagen in welche Richtung sich mein Leben bewegt hat. Ich habe mich zu einer dieser Frauen entwickelt die sich einiges gefallen lassen und sich umgekehrt wundern warum das Glück auf sich warten lässt. Ich hatte eine Beziehung die sich festgesetzt hat, in der ich das erste Mal geschlagen - beleidigt - angespuckt und klein gemacht wurde. Es drehte sich im Kreis, er kam immer wieder und ich ebenso. Nachdem er mich geschlagen hatte, lag ich einen tag darauf wieder im seinen Bett. Eine Zeit lang wurde es schlimmer, er rauchte unheimlich viel Gras. Aber das war das kleinste Problem. Letzten Sommer geriet er dann auch an härtere Drogen. MDMA, Koks. Alles mögliche. Und sein Verhalten wurde schlimmer, und sein Gedächtnis schien sich praktisch auf zu lösen. Bis heute denkt er ich wäre die böse, die kaum etwas für ihn getan hätte und gibt mir wirklich das Gefühl nichts wert zu sein. Ich habe ihm ein paar seine Schulden abgenommen, mich um Bewerbungen gekümmert, eingekauft, ich bin jeden Tag zu ihm gefahren. Ab und zu stellte ich mich auch quer, aber zu selten für das was er eigentlich verdient hatte. 1 1/2 Jahre quälten wir uns gegenseitig ab. Die Beleidigungen wurden härter, und ich passte mich auch an. Obwohl ich mich so selber nicht ausstehen konnte. Ich dachte wirklich Hassliebe könnte auch wahre Liebe sein. Aber meine Freunde, so ist es nicht und versucht euch nicht so etwas einzureden. Irgendwann versuchte er immer meine Blicke zu deuten, ein Lächeln in der Öffentlichkeit - und ich war sofort die F**** die herum flirtet. Selbst in verlassen Straßen meinte er ich würde versuchen jeden zu beeindrucken. Ich würde ihm nicht das Gefühl geben der einzige zu sein, nur weil ich nach einiger Zeit wirklich nichts mehr zu lachen hatte.

Es führte zu einer On/Off Beziehung. Abstand zu Freunden, weil diese einen nicht mehr verstehen konnten. Ich selber habe in dieser Zeit auch nicht mehr richtig nachgemacht, es ist festgefahren. Aber ich komme da raus! 

28.2.16 19:55


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